Wirtschaftliche Schäden aufgrund von Naturkatastrophen

Schätzungen der Swiss Re zufolge summieren sich die wirtschaftlichen Schäden der letzten 10 Jahre aufgrund von Naturkatastrophen weltweit auf insgesamt $ 1.8 Billionen. 70 % dieser Summe waren dabei nicht versichert, der überwiegende Teil davon in Entwicklungsländern.

Die zahlreichen starken Erdbeben in der jüngeren Vergangenheit, beispielsweise in Afghanistan (Oktober 2015) oder Nepal (Mai 2015) haben das Thema der Erdbebenversicherung für viele Stakeholder wieder auf den Plan gerufen. Durch die sich stetig verbessernden Möglichkeiten, Erdbebenrisiken zu verstehen und zu quantifizieren erhalten Risikomanager und Versicherer immer validere Handreichungen, um weitere Schritte in Richtung optimierter Risikokontrolle und –reduzierung zu gehen.

Zum einen macht die Naturkatastrophenforschung stetige Fortschritte in ihrer Voraussagezuverlässigkeit für die tektonischen Kräfte. Zum anderen halten Gebäude durch das Zusammenspiel neuer Materialien, innovativer architektonischer Strukturen und Fortschritte im Bauingenieurwesen immer stärkeren Beben stand. Durch die neuen Möglichkeiten wird es für Entscheidungsträger zunehmend sicherer, Vorhersagen zu treffen. Es wird erwartet, dass sich auch die Versicherer mit neuen Modellen und einem grösseren Produktportfolio aufstellen und somit Risikomanager zunehmend flexibel auf dem Markt agieren können.

Quelle: globalinsurance.com 11.2.2016