Das Internet der Dinge – wie begegnet die Assekuranzbranche dieser Herausforderung?

Das Internet der Dinge – wie begegnet die Assekuranzbranche dieser Herausforderung?
Eine aktuelle Gartner-Studie schätzt, dass im Jahr 2020 mehr als 25 Milliarden elektronische Geräte kabellos mit dem Internet verbunden sein werden. Die Vernetzung all dieser elektronischen Geräte, mittels Sensoren mit der physischen Welt verbunden, soll die Versicherer in die Lage versetzen, besser zu verstehen und mögliche Ansprüche von Kundenseite zu reduzieren.
Die entsprechenden Technologien werden jedoch nicht in erster Linie von den Versicherern entwickelt; die Pioniere sitzen in anderen Branchen. Diese sind natürlich versucht, ihre Wertschöpfung zu erhöhen, indem sie selbst Versicherungsprodukte auf den Markt bringen – und somit der Versicherung den direkten Zugang zum Kunden versperren.
Die Frage ist nun, wer zukünftig die Vermarktung von neuen, bislang noch nicht im Bewusstsein der Verbraucher verankerten Produkte übernimmt: der Anbieter, der mittels seiner Technologielösungen die Versicherung gleich mitverkauft, oder die Versicherung, die nachgelagert eine Versicherung für die neuen Technologien anbietet?
Entscheidend wird sein, wo der zukünftige Kunde die Kompetenzanmutung und die persönliche emotionale Sicherheit allokiert. Bei einfacheren Versicherungsprodukten wird es aber für die Assekuranzbranche nicht leicht sein, funktionale Argumente für sich zu verbuchen – also wird das „sich aufgehoben und sicher fühlen“ das Zünglein an der Waage bedeuten, mit dem man als Versicherung auf Kundenseite punkten kann.

Klaus Ammon, management tools
Quelle: globalreinsurance.com vom April 2015